Die Geschichte von Lünzen

 

Lünzen liegt am westlichen Rand der Lüneburger Heide. Wann die ersten Bewohner von Lünzen sich am Lauf der Veerse angesiedelt haben, ist nicht genau bekannt. Wahrscheinlich haben hier schon in grauer Vorzeit Siedlungen bestanden, wie die Hünengräber beim Brockhof und Dreiershof, sowie Urnenfunde bei der Schule, beim Dreiershof, im Heuberg und im Mühlenberg andeuten. In diesen Gräbern fand man Speerspitzen, Schmuckstücke und andere Beigaben aus Bronze, die auf ein Alter von 3000 Jahren schließen lassen.

 Die ältesten Schreibweisen des Ortsnamens sind: Lünsen, Lünßen, Lüntzen und Lusen. Die ersten Nachweise über unser Dorf finden sich in einem Steuerregister des Stiftes Verden (katholische Kirchengemeinschaft) aus dem Jahre 1300, in dem die Stifts-Höfe des Kirchspiels Schneverdingen eingetragen sind. Danach hatte das Stift in Lünzen 7 Höfe und die Mühle.

 Nach einer Zählung aus dem Jahre 1575 befanden sich in Lünzen 9 Wohnhäuser und 28 Nebengebäude, in denen 35 Männer und 33 Frauen lebten und 21 Pferde, 126 Stück Hornvieh, 770 Schafe und 17 Schweine versorgten. Im Jahre 1664, kurz nach dem 30-jährigen Krieg, wohnten in Lünzen nur noch 25 Männer, aber 92 Frauen. 1929 hatte Lünzen 382 Einwohner (201 Männer und 181 Frauen), die sich auf 63 Haushalte verteilten, wobei 9 Haushalte 10 und mehr Personen bzw. 43 Haushalte 5 und mehr Personen umfassten. Im Jahr 2000 betrug Lünzens Einwohnerzahl ca. 777.

 Diese ältesten Höfe in Lünzen (Brockhof, Tönnershof, Westermannshof, Jürgenshof, Schroershof, Dreiershof, Riep und die Mühle) liegen alle am Wasserlauf der Veerse. Lünzen ist ein typisches Straßendorf, das an einem Fluss liegt. Auch die heutige Struktur ist nicht anders, obwohl einige neue Siedlungen an Seitenstraßen entstanden sind (siehe Straßenkarte von Lünzen).